Europa-Reihe: ÖSTERREICH

19.07.2026, am Sonntag um 15:00 Uhr | Bayerisches Nationalmuseum – Mars-Venus-Saal

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Beschreibung

Das Programm

Friedrich GULDA (1930–2000)

Aria (1970)

Sylvia Dankesreiter, Klavier

 

Wolfgang Amadeus MOZART (1756–1791)

Sonate D-Dur KV 381 für Klavier zu vier Händen (1773/74)

Allegro

Andante

Allegro molto

Eleonora Turkenich und Dmitrij Romanov, Klavier zu vier Händen

 

Franz SCHUBERT (1797–1828)

Introduktion und Variationen über „Trockne Blumen“

e-Moll D 802 für Klavier und Flöte (1824)

Utum Yang, Flöte

Julia Ito, Klavier

 

Pause

 

Maria Theresia PARADIS (1759–1824)

Sicilienne Es-Dur

 

Carl CZERNY (1791–1857)

Etüde g-Moll op. 740 Nr. 14 (1844)

Helen Blau, Klavier

 

Alexander von ZEMLINSKY (1871–1942)

Aus: Ländliche Tänze op. 1 (1892)

Irina Shkolnikova, Klavier

 

Richard HELLER (*1954)

„Walzer (?)“ (1999)

Sylvia Dankesreiter, Klavier

 

Idee: Pianistenclub im Jahr 2000
Konzept und Moderation: Sylvia Dankesreiter

Veranstaltungsdetails

Datum: 19.07.2026

Startzeit: 15:00

Endzeit: 17:00

Veranstaltungsort: Bayerisches Nationalmuseum – Mars-Venus-Saal

Anleitung: Prinzregentenstraße 3, 80538 München

Telefon: 089 9545 6009

E-Mail: info@pianistenclub.de

Künstler

Sylvia Dankesreiter, Eleonora Turkenich, Dmitrij Romanov, Utum Yang, Julia Ito, Helen Blau, Irina Shkolnikova

 

Zum Programm

Die Europa-Reihe widmet sich an diesem Nachmittag der reichen und vielgestaltigen Musiktradition Österreichs – einem Land, das die europäische Musikgeschichte über Jahrhunderte hinweg entscheidend geprägt hat. Im historischen Mars-Venus-Saal des Bayerischen Nationalmuseums begegnen sich Wiener Klassik, Romantik und Moderne in einem Programm, das Bekanntes mit selten Gehörtem verbindet und dabei faszinierende musikalische Perspektiven eröffnet. Moderiert wird das Konzert von Sylvia Dankesreiter.

Freuen Sie sich auf die elegante Klangsprache Wolfgang Amadeus Mozarts, die poetische Tiefe Franz Schuberts und die virtuose Brillanz Carl Czernys. Gleichzeitig eröffnen Werke von Friedrich Gulda, Alexander von Zemlinsky und Richard Heller spannende Perspektiven auf die österreichische Musik des 20. und 21. Jahrhunderts.

Den Auftakt bildet Friedrich Guldas „Aria“, interpretiert von Sylvia Dankesreiter. Gulda, einer der eigenwilligsten österreichischen Musiker des 20. Jahrhunderts, verband klassische Tradition mit improvisatorischer Freiheit und überschritt bewusst stilistische Grenzen. Seine Musik steht exemplarisch für einen offenen, modernen Blick auf die österreichische Musiktradition.

Mit der Sonate D-Dur KV 381 für Klavier zu vier Händen folgt anschließend ein Werk des jungen Wolfgang Amadeus Mozart. Bereits in diesem frühen Werk zeigt sich jene Leichtigkeit, Eleganz und melodische Klarheit, die Mozarts Musik bis heute unverwechselbar machen. Eleonora Turkenich und Dmitrij Romanov bringen die feinsinnige Klangsprache dieses kammermusikalischen Meisterwerks zum Leuchten.

Schuberts Introduktion und Variationen über „Trockne Blumen“ D 802 für Flöte und Klavier verbindet virtuose Brillanz mit tiefer Emotionalität und zählt zu den bedeutendsten Kammermusikwerken Schuberts. Utum Yang und Julia Ito gestalten diese außergewöhnliche Verbindung von liedhafter Innigkeit und instrumentalem Ausdruck.

Nach der Pause erklingt die berühmte „Sicilienne“ von Maria Theresia von Paradis, einer bemerkenswerten Musikerin der Wiener Klassik, deren Werk erst in jüngerer Zeit wieder verstärkt Aufmerksamkeit erhält. Virtuose Klangwelten begegnen dem Publikum anschließend in Carl Czernys Etüde g-Moll op. 740 Nr. 14, interpretiert von Helen Blau. Czerny, heute vor allem für seine Etüdenwerke bekannt, zeigt sich hier von seiner musikalischen Seite

Mit den „Ländlichen Tänzen“ op. 1 von Alexander von Zemlinsky schlägt das Konzert schließlich die Brücke zur musikalischen Moderne Wiens um 1900. Zemlinskys Tonsprache ist spätromantisch, deutet aber bereits neue musikalische Entwicklungen an. Irina Shkolnikova ist die Interpretin

Den Abschluss bildet Richard Hellers „Walzer(?)“, gespielt von Sylvia Dankesreiter. Das Klavierstück entstand 1999 anlässlich des Johann-Strauß-Jahres. Bereits der Titel deutet an, dass es sich nicht um einen traditionellen Wiener Walzer handelt, sondern um eine musikalische Auseinandersetzung mit dem Genre selbst. Zwar greift Heller typische Elemente des Walzers auf, diese werden aber bewusst verfremdet und hinterfragt. Und doch bleibt eine gewisse Sympathie für den Walzer stets erhalten. Sein Charakter wird gestört, aber nicht zerstört – das Stück bewegt sich bewusst zwischen Hommage, Dekonstruktion und ironischer Distanz.

Ein Konzert für alle Liebhaber österreichischer Musik – traditionsreich, vielseitig und überraschend modern.

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