Eröffnungskonzert der Europa-Reihe 2026/27: Frankreich

13.03.2026, Freitag um 19:00 Uhr | Schloss Nymphenburg – Johannissaal

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Beschreibung

Das Programm

Camille SAINT-SAËNS (1835–1921)

Aus: Sechs Bagatellen op. 3 (1855)

Nr. 1: Poco sostenuto
Nr. 2: Allegro animato quasi presto
Nr. 3: Poco adagio
Nr. 5: Allegro molto

Allegro Appassionato cis-Moll op. 70 (1874)
Irina Shkolnikova, Klavier

 

Claude Achille DEBUSSY (1862–1918)

Aus: Préludes Heft II (1910–12)

Nr. 8: Ondine (Undine) – Scherzando

Aus: Préludes Heft I (1909/10)

Nr. 10: La cathédrale engloutie (Die versunkene Kathedrale)
Profondément calme
Nr. 8: La fille aux cheveux de lin (Das Mädchen mit dem flachsfarbenen Haar) Très calme et doucement expressif

Megumi Bertram, Klavier

 

César FRANCK (1822–1890)

Prélude, Choral et Fugue h-Moll (1884)
Sonja Uhlmann, Klavier

 

Pause

 

Jean-Philippe RAMEAU (1683–1764)

Aus: Suite D-Dur (1724)

Nr. 1: Les tendres plaintes (Rondeau)

 

Maurice RAVEL (1875–1937)

Valses nobles et sentimentales (1911)
Aglaya Zinchenko, Klavier

 

Maurice RAVEL

La Valse (1906–1920)
Bearbeitung für Klavier vom Komponisten
Naoe Sasaki, Klavier

 

Idee: Pianistenclub im Jahr 2000
Konzept und Moderation: Aglaya Zinchenko

 

Veranstaltungsdetails

Datum: 13.03.2026

Startzeit: 19:00

Endzeit: 21:00

Veranstaltungsort: Schloss Nymphenburg – Johannissaal

Anleitung: Schloss Nymphenburg 19, 80638 München

Telefon: 089 95456009

E-Mail: info@pianistenclub.de

Künstler

Irina Shkolnikova, Megumi Bertram, Sonja Uhlmann, Aglaya Zinchenko, Naoe Sasaki

 

Zum Programm

Nach dem großen Erfolg im Jahr 2000 präsentiert der Pianistenclub eine Neuauflage der Europa-Reihe. Gerade in der Gegenwart wird uns die Bedeutung des „Alten Kontinents“ bewusst und wir entdecken unsere europäischen Nachbarn mit einem neuen Blick.

Das Eröffnungskonzert beleuchtet 200 Jahre Musikentwicklung in Frankreich. Während des Zweiten Kaiserreichs (1852–1870) genoss die Oper in der französischen Musik den höchsten Status. Die vergleichsweise seltenen Sinfoniekonzerte präsentierten fast ausschließlich deutsche Musik.  Die Wiederentdeckung französischer Instrumentalmusik begann in den 1870er Jahren und ist vor allem mit den Namen Saint-Saëns und Franck verbunden.

In Camille Saint-Saëns‘ Klavierwerken, mit denen unser Abend beginnt, verbinden sich typisch französische Lebhaftigkeit, Präzision des Denkens und verschiedene technische Elemente der klassischen Periode mit dem virtuosen Stil von Liszt und der eleganten Lyrik und Anmut von Chopin. Ein kleiner Sprung bringt uns zum größten Vertreter impressionistischer Ideen in der musikalischen Sprache: Claude Debussy. Drei seiner 24 Präludien öffnen ein kleines Fenster zu seinem fantastischen Universum: irreale Wesen, Legenden, Glocken und Meer …

Und nun, vor der Pause, ein Meisterwerk der Weltklavierliteratur aus der Feder von César Franck. „Beim Anhören des Präludiums, Chorals und der Fuge entsteht der Eindruck, es handle sich um eine jener brillanten Improvisationen von Franck, von denen seine Zeitgenossen mit solcher Begeisterung sprachen.“ So beschrieb ein russischer Pianist dieses Werk, dessen zentrales Thema die Verkörperung der inneren Welt eines unzufriedenen, leidenden Menschen ist, seine leidenschaftliche Suche nach einem strahlenden Ideal, dem Glück.

Jean-Philippe Rameau bildet Auftakt zum zweiten Teil des Konzertes. Debussy schreibt von der „reinen französischen Tradition“ im Werk von Rameau, die sich in „Zärtlichkeit, Feinsinnigkeit und Charme, korrekten Akzenten, strenger Deklamation im Rezitativ“ manifestiert. Mit Maurice Ravel, dessen faszinierender Klaviermusik wir den zweiten Teil des Konzerts überwiegend widmen, sind wir an Gipfel der französischen Musik angelangt und werden ihn erst nach einem ausgedehnten Ball – mit Valses nobles et sentimentales und La Valse – schwebend, entrückt und glücklich verlassen …

 

Aglaya Zinchenko

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