Europa-Reihe: UNGARN

12.12.2026, am Samstag um 15:00 Uhr | Schloss Nymphenburg – Johannissaal

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Beschreibung

Das Programm

Béla BARTÓK (1881–1945)

Drei ungarische Volkslieder aus dem Komitat Csík Sz 35a (1907)

Rubato • L’istesso tempo • Poco vivo

 

Franz von VECSEY (1893–1935) arr. György CZIFFRA (1921–1994)

Valse triste (1913)

Anna Karácsonyi, Klavier

 

Franz LISZT (1811–1886)

Liebestraum Nr. 3 As-Dur S 541 (1850): Poco allegro, con affetto: „O lieb, so lang du lieben kannst“

Helen Blau, Klavier

 

György LIGETI (1923–2006)

Sonatina (1950)

Allegro • Andante • Vivace

Három Lakodalmi Tánc (Drei Hochzeitstänze, 1950)

Der Karren steht vor dem Tor • Komm her und sei schön • Drehtanz

Sonja Uhlmann und Anthony Sintow-Behrens, Klavier zu vier Händen

 

György KURTÁG (*1926)

Aus: Játékok (Spiele, 1979–2011)

Hin und zurück • Erbittert • Zerren – Ziehen • Anschleichen – Überfall • Spiel mit Obertönen •

Spiel mit fünf Fingern • …jubilate… • Tanz der Babysitter auf dem großen Teppich

Kateryna Ruchkina, Klavier

 

Franz LISZT

Aus: Années de pèlerinage. Première année: Suisse S 160 (1836–54): Vallée d’Obermann e-Moll

Polina Spirina, Klavier

 

Pause

 

Ernő DOHNÁNYI (1877–1960)

Pastorale über ein ungarisches Weihnachtslied As-Dur (1920)

Martin Keller, Klavier

 

Zoltán KODÁLY (1882–1967)

Adagio C-Dur (1905)

 

Jenő HUBAY (1858–1937)

Scènes de la Csárda Nr. 4 op. 32 „Hejre Kati“ (1912)

István Karácsonyi, Violine | Anna Karácsonyi, Klavier

 

Béla BARTÓK

Auswahl aus 15 ungarische Bauernlieder Sz 71 (1914–18)

Paul Buruiana, Klavier

 

Franz LISZT

Ungarische Rhapsodie Nr. 10 E-Dur S 244/10 (1853): Preludio. Andante deciso

Anna Karácsonyi, Klavier

 

Moderation: Anna Karácsonyi | Idee und Konzept: Anna Karácsonyi und Birgitta Eila

Veranstaltungsdetails

Datum: 12.12.2026

Startzeit: 15:00

Endzeit: 17:00

Veranstaltungsort: Schloss Nymphenburg – Johannissaal

Anleitung: Schloss Nymphenburg 19, 80638 München

Telefon: 089 95456009

E-Mail: info@pianistenclub.de

Künstler

Anna Karácsonyi, Helen Blau, Sonja Uhlmann, Anthony Sintow-Behrens, Kateryna Ruchkina, Polina Spirina, Martin Keller, István Karácsonyi, Paul Buruiana

 

Zum Programm

Die Europa-Reihe lädt Sie an diesem Nachmittag zu einer gemeinsamen Reise nach Ungarn ein – einem Land, das für seine reiche Volksmusik und lebendige Tanzkultur bekannt ist. Erfahren Sie die unterschiedlichen Facetten der ungarischen Musik auf ganz persönliche Weise und lassen Sie sich auf ein Panorama unterschiedlichster Klang- und Gefühlswelten von tiefer Melancholie bis überschäumender Lebensfreude ein.

Zu Beginn besuchen wir mit Bartóks Drei ungarischen Volksliedern aus dem Komitat Csík das ländliche Ungarn und lernen die authentische Volksmusik kennen, wie sie von einfachen Bauern gesungen wurde. Gleich danach führt uns György Cziffra mit seiner Improvisation über Franz von Vecseys Valse triste in die Salons, wo stilisierte ungarische Musik zur Unterhaltung erklang. Cziffra, der für seine frappierenden und hochvirtuosen Improvisationen bekannt ist, verbindet in seiner Valse triste stillen Schmerz mit starken Gefühlsausbrüchen.

Beim berühmten Liebestraum Nr. 3 von Franz Liszt dürfen Sie sich auf die poetische Seite des Komponisten freuen und in den lieblichen Klängen schwelgen, bevor Sie sich von György Ligetis energiegeladener Sonatina und den stimmungsvollen Drei Hochzeitstänzen mitreißen lassen – Werke, die pure Lebensfreude ausstrahlen. Einen Blick in eine neue Klangwelt eröffnet schließlich György Kurtág. Ausgewählte Stücke aus seiner Sammlung Játékok (Spiele) lassen in eine faszinierende Welt musikalischer Miniaturen eintauchen. Den Abschluss der ersten Konzerthälfte bildet Liszts Vallée d’Obermann – ein Werk, das zwischen Zweifel und Sehnsucht ringt und in einem eindrucksvollen Finale seinen Höhepunkt findet.

Nach der Pause entführt Sie Ernő Dohnányis Pastorale über ein ungarisches Weihnachtslied mit zarten Glockenklängen in die himmlische Welt der ungarischen Weihnachtstradition. Zoltán Kodály knüpft daran mit dem Adagio für Violine und Klavier an und verzaubert durch seine innige und persönliche Tonsprache. Jenő Hubay hingegen greift in Hejre Kati ein ungarisches Trinklied auf. Dieses Bravourstück für Violine und Klavier ist reine Unterhaltungsmusik und lädt zum rauschenden Tanz ein.

Mit einer Auswahl aus Bartóks 15 Ungarischen Bauernliedern für Klavier kehren wir noch einmal auf das Land zurück und hören eine abwechslungsreiche Sammlung melancholischer, aber auch spritziger und humorvoller Stücke. Den glanzvollen Abschluss bildet Franz Liszts Zehnte Ungarische Rhapsodie. Mit virtuoser Brillanz und heiterer Leichtigkeit lässt Liszt hier die Klänge des Cymbals auf dem Klavier lebendig werden.

Anna Karácsonyi

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