ALEXANDER SKRJABIN - ROMANTIKER UND VISIONÄR II

- Faszinierende Klangfarben -


Konzertdetails:

Am Freitag, 01.04.2022, um 20:00 Uhr

im Schloss Nymphenburg – Johannissaal

80638 München, Schloss Nymphenburg, 19
Anfahrt: Tram 17 und Bus 51 "Schloss Nymphenburg"

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Ende der Veranstaltung: ca. 21:15 Uhr


Preise:
Schloss Nymphenburg
25.00 Euro Normalpreis
20.00 Euro ermäßigter Preis
5.00 Euro für Kinder bis 14 Jahre
Kombi-Karte 2 Konzerte
30.00 Euro Normalpreis
24.00 Euro ermäßigter Preis
10.00 Euro für Kinder bis 14 Jahre

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Collage 22 04 01

von links oben: Irina Shkolnikova, Dmitrij Romanov, Polina Spirina

von links unten: Annika Hörster, Olga Kigel

Der russische Komponist Alexander Skrjabin ist eine der größten Persönlichkeiten der Musikwelt. Sein Ausdrucksmittel war zuvorderst das Klavier, mit dem sich seine künstlerische Stimme am direktesten äußern konnte. Skrjabin war ein hervorragender Pianist. Der Musikwissenschaftler A. Sabanejew beschreibt sein Spiel so: „Der intime, zarte und verführerische Klavierton Skrjabins war unbeschreiblich und blieb sein gewaltiges Geheimnis… Skrjabin berührte die Tasten, als küsse er sie, und seine virtuose Pedalführung umhüllte die Klänge mit geheimnisvollen Resonanzschichten… An den Stellen größerer Tonfülle war sein Spiel wunderbar nervig und wirkte wie ein elektrischer Stromstoß.“ Und weiter zu seiner Persönlichkeit: „Seine Seele war ein beflügeltes Wesen, das an die eigenen Phantasien glaubte, die ganze Umgebung mit seinem Enthusiasmus des Glaubens ansteckte und sie für die Schönheit des Traumes begeisterte.“

Skrjabins Kompositionen gehören zum festen Bestandteil des Konzertrepertoires.
Seine Musik war zunächst an westeuropäischen Vorbildern wie Chopin, Liszt und Wagner orientiert. Besonders die früheren Werke zeigen deutliche Einflüsse Chopins. Auch kleinere Formen, wie die beliebten Mazurkas oder Préludes von Chopin, hat Skrjabin in seine eigene Sprache „übersetzt“ und weiterentwickelt. Dabei spürt man Skrjabins Begeisterung von Chopins freien Tempi, seiner raffinierten Verwendung des Pedals und seinen feinen dynamischen Nuancen.

So wie Chopin den literarischen Begriff das „Ballade“ in die Klaviermusik einführte, hat Skrjabin das „Poème“ als kompositorische Gattung entwickelt. Diese Werke leben von der Kraft der Improvisation.

Die beiden Fantasien h-Moll von Alexander Skrjabin und f-Moll von Frédéric Chopin stehen sich im Programm gegenüber. In Skrjabins Werk begegnen sich starke musikalische Kontraste, so nutzt Skrjabin im Verlauf des Stücks den gesamten Klangraum, als hätte der Pianist eine riesige Orgel zur Verfügung. Auch für Chopin ist das Klavier sein Universum, seine Fantasie enthält den Farbenreichtum eines ganzen Orchesters.

Die Musik Skrjabins steht stilistisch dem musikalischen Impressionismus nahe, deshalb sind einige Préludes des Klangmagiers Claude Debussy ins Programm integriert. Beide Komponisten lassen ihre Überzeugung spüren, dass der Mensch im musikalischen Erleben durch Verschmelzung mit Natur, Kunst und Mystik zur Bewusstseinserweiterung geführt werden soll.

Von mystischen Gedanken beeinflusst waren Skrjabins Versuche, verschiedene Sinneseindrücke miteinander zu verbinden, wie etwa Klang und Licht, nicht nur in dem von ihm entwickelten „Farbklavier“, sondern auch als Programmidee seiner Sonate Nr. 4. Das Gedicht, das er zu dieser Sonate verfasste, beschreibt den dramaturgischen Verlauf des Stückes: „In leichtem Schleier… strahlt weich ein Stern… Bring mich zu dir, ... bade mich in deinen zitternden Strahlen, süßes Licht!“ Skrjabin soll diese Sonate häufig gespielt und geliebt haben. Er sagte: „Schaut doch nur, wie sich hier alles allmählich entfaltet… aus dichtem Nebel bis ins gleißende Licht.“ Schlusspunkt des Programms ist Skrjabins Spätwerk „Vers la flamme“, in welchem sich strahlendes Licht zu einem Feuersturm orchestraler Gewalt entwickelt.

Polina Spirina führt in ihrer Moderation in die Welt einer faszinierenden Komponistenpersönlichkeit. Erleben Sie wunderbare Musik in einem Doppelkonzert des Pianistenclub im schönen Ambiente von Schloss Nymphenburg.

Irina Shkolnikova

Programm

Konzert 2: Faszinierende Klangfarben

Alexander Skrjabin (1872–1915)
Fünf Préludes op. 16 (1894/95)
Poème satanique C-Dur op. 36 (1903)
Olga Kigel, Klavier

Claude Achille Debussy (1862–1918)
Aus: Zwölf Préludes, Heft 1 (1910):
… La sérénade interrompue
… La cathédrale engloutie
… Minstrels
Annika Hörster, Klavier

Alexander Skrjabin (1872-1915)
Klaviersonate Nr.4 Fis-Dur op. 30 (1903)
I. Andante
II. Prestissimo volando
Poème „Vers la flamme” op. 72 (1914)
Dmitrij Romanov, Klavier

Moderation: Polina Spirina
Idee und Konzept: Irina Shkolnikova


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