FASZINATION WALZER (11:00)

- Zwischen Volkstradition und Salon -


Konzertdetails:

Am Sonntag, 12.07.2020, um 11:00

im Schloss Nymphenburg – Johannissaal

80638 München, Schloss Nymphenburg, 19
Anfahrt: Tram 17 und Bus 51 "Schloss Nymphenburg"

in Karte anzeigen.

Ende der Veranstaltung: ca. 12:15


Preise:
Schloss Nymphenburg (ohne Pause)
20.00 Euro Normalpreis
15.00 Euro ermäßigter Preis
5.00 Euro für Kinder bis 14 Jahre

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FASZINATION WALZER
Zwischen Volkstradition und Salon

 

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Kartenverkauf direkt beim Pianistenclub München (siehe oben) oder bei München Ticket.

 

Beschwingt im ¾-Takt, lebensbejahend und gut zu tanzen – der Walzer erfreut sich allgemein großer Beliebtheit. Wir denken an Opernbälle, pompöse Festlichkeit und das alljährliche Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker, wo mit leichtem Schwindel und Lebenslust das neue Jahr betanzt wird. Die Wiege des Walzers liegt zweifelsohne in Wien, wo Johann Strauss (Sohn) mit einigen berühmten Kompositionen die musikalische Gattung des Walzers bekannt machte.

Doch jenseits der überschäumenden Tanzlust gibt es noch eine andere, eher melancholische Seite des Walzers, die vor allem von Komponisten des 19. Jahrhunderts aufgegriffen wurde. Nicht umsonst finden sich bei einigen Walzer-Kompositionen Zusätze wie „sentimental“ oder „romantisch“. Diese oft kürzeren Werke waren nicht für die große Bühne bestimmt, sondern für das Musizieren im bürgerlichen Salon.

Schwungvolle Unbefangenheit ganz in der Tradition des Wiener Walzers – verbunden mit einer Prise Hanseatischer Tiefgründigkeit – findet sich zunächst in den Walzern op. 39 von Johannes Brahms. Sie sind eine Reminiszenz an seine Zeit in Wien, wo er sich „Jahr und Tag der leichten, wohligen Luft Österreichs ausgesetzt hat“, wie der Musikkritiker und Brahmsfreund Eduard Hanslick bemerkte.

Frédéric Chopin war eher belustigt über die Wiener Tanzbegeisterung und fand zu einer ganz eigenen Walzer Gattung. Hier zeigt sich noble Zurückhaltung und Eleganz statt Ausgelassenheit, getanzt wird bei Kerzenschein und nicht im hellerleuchteten Ballsaal. Nirgendwo sonst zeigt sich die melancholische Seite des Walzers so gut wie in diesen Werken.

Mit seinem berühmten Mephisto-Walzer zeigt Franz Liszt dann eine weitere Facette des Walzers: Es geht bäuerlich derb zu – ein Tanz in der Dorfschenke mit diabolischem Einschlag, der sich zu einem rauschhaften Geschehen steigert.

Ob schwungvoll, festlich, innerlich oder ekstatisch: Lassen Sie sich mit weiteren Kompositionen von Peter Tschaikowski, Claude Debussy und Hans Wolf in die abwechslungsreiche Klangwelt des Walzers entführen.

Annika Hörster

 

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Johannes BRAHMS (1833-1897)
aus 16 Walzer op. 39 für Klavier zu 2 Händen (1865)
Nr. 1 B-Dur
Nr. 2 E-Dur
Nr. 3 gis-Moll
Nr. 4 e-Moll
Nr. 7 cis-Moll
Yuko Tajima, Klavier 
Nr. 9 d-Moll
Nr. 11 h-Moll
Nr. 12 E-Dur
Nr. 15 A-Dur
Nr. 16 d-Moll
Annika Hörster, Klavier

Hans WOLF (*1958)
Zwiefacher „Tanz des Zoffokles“ 
Hans Wolf, Klavier

Frédéric CHOPIN (1810-1849)
2 Walzer op. 69
Nr. 1 As-Dur „Abschiedwalzer“ (1835)
Nr. 2 h-moll (1829)

Claude DEBUSSY (1862-1918)
Valse romantique L. 71 (1890)

Para Chang, Klavier

Franz LISZT (1811-1886)
Mephisto-Walzer Nr. 1 S. 514 „Der Tanz in der Dorfschenke“ (1860)
Nathalie Koshokar, Klavier

Peter TSCHAIKOWSKI (1840-1893)
aus Six Morceaux op. 51:
Nr. 1 Valse de Salon As-Dur (1882)

Frédéric CHOPIN
Walzer e-moll op. posth. (1830)

Birgitta Eila, Klavier

Moderation: Hans Wolf
Idee und Konzept: Irina Shkolnikova


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