KLAVIER + ORCHESTER: SPEZIAL

- Glanzlichter der Romantik -


Konzertdetails:

Am Samstag, 23.03.2019, um 19:00 Uhr

im Hochschule für Musik und Theater - Großer Konzertsaal

80333 München, Arcisstraße , 12

in Karte anzeigen.

Ende der Veranstaltung: ca. 22 Uhr


Preise:
Großer Konzertsaal Kat. I
35.00 Euro Normalpreis
28.00 Euro ermäßigter Preis
10.00 Euro für Kinder bis 14 Jahre
Großer Konzertsaal Kat. II
25.00 Euro Normalpreis
20.00 Euro ermäßigter Preis
10.00 Euro für Kinder bis 14 Jahre

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Großer Kozertsaal II b HFM

Hier geht es zum Saalplan: 

Schüler mit einer Noite "1" im Zwischenzeugnis im Fach Musik erhalten freien Eintritt.

Fördermitglieder erhalten vier Eintrittskarten zum Preis von dreien in derselben Kategorie. 

 

Dieser Konzertabend bietet die nicht alltägliche Gelegenheit, drei Klavierkonzerte an einem Abend zu erleben. Der Pianistenclub hat mit dem Krakowiak, einem Jugendwerk von Chopin, dem bekannten 2. Klavierkonzert von Saint-Saëns und dem großen 2. Klavierkonzert von Brahms drei beliebte Werke der Romantik zu einem Programm vereint. Die Klaviersolisten sind Megumi Bertram, Nathalie Koshokar und Uli König.

Der Dirigent Roman Salyutov leitet das Symphonieorchester Bergisch-Gladbach. Es wurde 1968, also vor 50 Jahren, als gemeinnützige Verein Kammerorchester Bergisch Gladbach e. V. gegründet. Die gestiegene Mitgliederzahl, die Erweiterung des Repertoires sowie Engagements außerhalb Bergisch Gladbachs waren Anlass, das Orchester im März 2015 in Sinfonieorchester Bergisch Gladbach e. V. umzubenennen. Herausragende Konzertereignisse waren 2017 das Debüt des Orchesters im Forum Leverkusen, einem Konzertsaal mit fast 1000 Plätzen. Anlässlich des 50jährigen Bestehens gab das Orchester im Mai 2018 sein Debüt in der Tonhalle der Landeshauptstadt Düsseldorf vor 1800 Zuhörern.

Zu den Werken: Chopin vollendete im Jahr 1828 den Krakowiak op. 14 – im Alter von 16 Jahren, in den beiden darauffolgenden Jahren dann die beiden Klavierkonzerte. Er verarbeitet den traditionell-volkstümlicher Tanz im schnellen 2/4 Takt aus der Region Krakau, den besonders die Akzente auf den schwachen Zeiten Takt auszeichnen. Der große Chopin-Interpret Alfred Cortot zeigte sich begeistert von der fantasievollen Einleitung, die in ausgeprägt slawischer Melodik dem schwungvollen Rondo vorausgeht. Dieses wechselt zwischen profilierten Themen und ausgeprägtem Klavierpassagenwerk, das den Stil der Klavierkonzerte und Études vorwegnimmt. Wenn auch die Unerfahrenheit mit der großen Form und Besetzung spürbar ist, handelt es sich doch um ein ganz erstaunliches Frühwerk von großer Originalität.

Camille Saint-Saëns schrieb sein 2. Klavierkonzert in g-Moll in unglaublichen 17 Tagen, um es mit Anton Rubinstein am Dirigentenpult selbst als Solist uraufzuführen. Dass es nicht sofort auf ungeteilte Begeisterung stieß, mag also der Tatsache geschuldet sein, dass für eine seriöse Einstudierung zu wenig Zeit blieb. Doch stellte sich der Erfolg bald ein und es ist bis heute eines der beliebtesten und meistgespielten romantischen Werke der französischen Romantik.
Bemerkenswert ist, dass Saint-Saëns mit der Gestaltung der drei Sätze bereits gegen die übliche Satzfolge eines Solokonzerts abweicht: Der (mäßig) langsame Satz macht den Anfang, von großer Ernsthaftigkeit geprägt, die einen sofort fesselt und großartig gesteigert wird. Darauf folgt ein heiterer und virtuoser Scherzo-Satz, der ja eigentlich der viersätzigen Sinfonie vorbehalten ist, und den brillanten Abschluss bildet die mitreißende Tarantella, in der Klavier und Orchester sich einen musikalischen Wettstreit im besten Sinne liefern.

Johannes Brahms war durch den Misserfolg seines 1. Klavierkonzertes dMoll 1859 schwer getroffen und ließ sich bis zum Beginn der Komposition seines zweiten in BDur 20 Jahre Zeit. Bis zur Fertigstellung und Uraufführung in Budapest mit Brahms selbst am Flügel vergingen weitere drei Jahre. In einem Brief kündigt der Komponist es ironisch als „ein ganz ein kleines Klavierkonzert… mit einem ganz kleinen zarten Scherzo“ an. Allein die Entscheidung für vier Sätze rückt das Werk geradezu demonstrativ in die Nähe der Sinfonie. Die Art, wie das Klavier trotz exponierter Solostellen und höchsten pianistischen Anforderungen mit dem Orchester verwoben ist, hat dafür gesorgt, dass es oft als „Sinfonie mit obligatem Klavier“ bezeichnet wurde. Zudem gestattet das Piano im langsamen Satz über weite Strecken dem Solo-Cello den Vorrang, über dessen Vortrag es grüblerisch zu reflektieren scheint. Das Konzert wurde von Publikum und Kritik sofort positiv aufgenommen und ist seither eines der großen Repertoirestücke der Gattung geblieben.

Der Pianistenclub gastiert zum ersten Mal im Großen Konzertsaal der Hochschule für Musik und Theater, einem der besten Säle Münchens mit etwa 500 Plätzen.

Uli König/Heiko Stralendorff

 

Programm:

Frédéric CHOPIN (1810 - 1849):

Rondo alla Krakowiak F-Dur op. 14 

Megumi Bertram, Klavier

 

Camille SAINT-SAENS (1835 - 1921):

Konzert für Klavier und Orchester  Nr. 2 g-Moll op. 22

Andante sostenuto

Allegro scherzando

Presto

Nathalie Koshokar, Klavier

 

PAUSE

 

Johannes BRAHMS (1833 - 1897)

Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 B-Dur op. 83

Allegro non troppo

Allegro appassionato

Andante

Allegretto grazioso

Uli König, Klavier

 

Orchester: Sinfonieorchester Bergisch Gladbach

Dirigent: Roman Salyutov

Moderation: Susanne Absmaier

 

 

Wir danken Frau Gabriele Dressler für Ihre Unterstützung und für Ihr großes Engagement.

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