MÜNCHNER G'SCHICHTEN

- Konzertreihe: Musikmetropolen der Welt -


Konzertdetails:

Am Samstag, 21.07.2018, um 19:30 Uhr

im Schloss Nymphenburg – Johannissaal

80638 München, Schloss Nymphenburg, 19
Anfahrt: Tram 17 und Bus 51 "Schloss Nymphenburg"

in Karte anzeigen.

Ende der Veranstaltung: ca. 22 Uhr


Preise:
Schloss Nymphenburg
23.00 Euro Normalpreis
18.00 Euro ermäßigter Preis
5.00 Euro für Kinder bis 14 Jahre

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WIR FEIERN BAYERN ist das Motto des Jubiläumsjahres 2018, in dem das Doppeljubiläum 100 Jahre Freistaat und 200 Jahre Verfassungsstaat Bayern begangen wird. Auch der Pianistenclub möchte in diesem Jahr nach seinen musiklaischen Ausflügen in die Musikmetropolen Wien, Paris, Budapest und London nun endlich seiner Heimatstadt München ein tönendes Denkmal setzen.


„Münchner Geschichten“ nannte Helmut Dietl seine erste Fernsehserie, die das München der 70er Jahre porträtierte, insbesondere das Lehel, jenes Viertel in der Innenstadt, das aufgrund der Expansionsbestreben einer modernen Großstadt in dieser Zeit Veränderungen in besonderem Maße ausgeliefert war.
Das gleichnamige Konzert des Pianistenclub taucht aber freilich etwas tiefer in die Geschichte Münchens ein, beginnend mit einer Sonate, die kein Geringerer als Wolfgang Amadeus Mozart 1775 in München komponierte. Zuvor hatte seine Oper „La finta giadiniera“ Premiere gefeiert. Die heitere, musikalische Komödie versetzte das Münchner Publikum in Begeisterungstaumel. Der 19-jährige Wolfgang Amadeus meldete höchst zufrieden der in Salzburg zurückgebliebenen Mutter: „Gestrotzt voll" sei das Salvatortheater gewesen und es hätte ein „erschöckliches Getös" gegeben. „Viva Maestro!"


Carl Maria von Weber, übrigens ein Cousin von Mozarts Frau Constanze, zog Ende des 18. Jahrhunderts mit seiner Familie von Eutin nach München. Da der Vater verwitwet und kürzlich als Theaterunternehmer gescheitert war, versuchte er den Sohn als Wunderkind zu präsentieren - mit Erfolg, auch wenn dieser einige Jahre auf sich warten ließ.
In den späten Jahren des 19. Jahrhunderts wirkte Josef Gabriel Rheinberger in München. Der in Liechtenstein geborene Musiker war mit 12 Jahren zur musikalischen Ausbildung nach München gekommen und wirkte dort sein Leben lang. 1867 wurde Rheinberger zum Professor für Orgel und Komposition an der neu gegründeten Musikschule ernannt.


Auf vielfachen Wunsch unseres geschätzten Publikums wird auch Max Reger auf dem Programm stehen. Reger wurde 1905 als Nachfolger Rheinbergers an die Akademie der Tonkunst berufen, legt sein Amt aber bereits ein Jahr später wegen Unstimmigkeiten mit dem überwiegend konservativen Lehrkörper nieder.
Ebenfalls Professor für Komposition in München war der aus Bremen stammende Harald Genzmer. Der Werkekatalog des 2007 in seiner Wahlheimat München gestorbenen Komponisten ist beeindruckend in seiner Vielfalt. Er habe sogar ein Stück für Heckelphon komponiert, erzählte Harald Genzmer stolz an seinem 90. Geburtstag. Vielfalt war Harald Genzmer wichtig, aber auch Verständlichkeit. „Ich käme nie auf die Idee, eine Musik zu schreiben, die nicht in irgendeiner Weise zu den Hörern spricht“, so Genzmer. Auf Vermittlung ihrer Klavierprofessorin Margarita Höhenrieder Dornier lernte Sylvia Dankesreiter den Komponisten im Jahr 2000 in München kennen und erarbeitete mit ihm zusammen seine Kompositionen.
Den Abschluss des Konzertes bildet der allseits beliebte „Club-eigene“ Komponist Hans Wolf mit zwei seiner Eigenkompositionen.
Die weiteren Pianisten des Abends sind: Para Chang, Susanne Absmaier und Thomas Hüther. Es moderiert Sylvia Dankesreiter.

Programm

Wolfgang Amadeus MOZART (1756–1791)

Klaviersonate D-Dur KV 284 (1775)

Allegro
Rondeau en polonaise
Tema con variazioni
Sylvia Dankesreiter, Klavier


Josef Gabriel RHEINBERGER (1839–1901)
Aus: Drei Charakterstücke op. 7 (1867)
Nr. 1: Ballade
Nr. 2: Barcarole


Carl Maria von WEBER (1784–1824)
Sechs Variationen über ein eigenes Thema C-Dur op. 2 (1800)
Para Chang, Klavier


PAUSE


Max REGER (1873–1916)
Aus: Sechs Stücke op. 94 (1906)
Nr. 1 Andante sostenuto
Nr. 2 Andante con moto
Nr. 4 Vivace
Susanne Absmaier und Thomas Hüther, Klavier zu vier Händen


Harald GENZMER (1909–2007)
Suite in C (1948)
Moderato
Allegro
Andante
Presto
Sylvia Dankesreiter, Klavier


Hans WOLF (*1958)
Murnau-Variationen (Klavierfassung 2018)
TimeSlivers (2016)
Hans Wolf, Klavier


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